Anis

Erfahren Sie mehr über das Gewürz, das den einzigartigen Geschmack des Ouzo ausmacht!

 

Das natürlich wichtigste Gewürz für die Zubereitung von Ouzo stellt Anis dar. Der Ursprung des Wortes Anis (lateinisch: Pimpinella anisum) geht auf ein Missverständnis zurück. Da Anis zu früheren Zeiten mit der Pflanze Dill verwechselt wurde, rührt der Ursprung des Wortes Anis aus der griechischen Bezeichnung für Dill, nämlich "ανηθον" (Lautschrift: Anithon).

 

Anis

 

Der Anis ist eine einjährige Pflanze, das heißt, von der Keimung des Samens, bis zur Ausreife des neuen Samens vergeht ein Jahr. Die Pflanze erreicht eine Wuchshöhe von bis zu 0.5 Meter. Die Anispflanze kennzeichnet sich durch ein sehr starkes Aroma. Genau dieses Aroma bildet den charakteristischen Geschmack des Ouzo. Je trüber der Ouzo bei einem bestimmten Mischungverhätnis, desto mehr Ouzo ist in ihm enthalten. Anis hat auch eine anerkannte Heilwirkung. Er wird zum Beispiel als Hustenmittel oder bei Magen-Darm-Beschwerden eingesetzt. Anis kann für diesen Zweck auch als Tee genoßen werden. Dafür verwendet man etwa einen Teelöffel Anis für eine Tasse Tee. Der Tee sollte dabei etwa 10 Minuten ziehen.

Neben der Verwendung in Schnäpsen und Likören wird Anis in der westlichen Küche vor allem für Brot oder Kuchen eingesetzt.

Die Früchte reifen von August bis September. Für die Zubereitung von Ouzo wird oft sogenannter Sternanis verwendet:

 

Sternanis

Bild: Brian Arthur

 

Beim Sternanis steckt in der Hülle mehr Aroma als in den Kernen. Daher wird der Sternanis bei der Verwendung mit Kernen und Hüllen gemahlen. Sternanis hat einen süßen und lakritzigen Geschmack.

Urprünglich kommt Anis aus dem östlichen Mittelmeerraum. Heute soll der beste Anis der Welt aus Lisbori auf Lesvos in Griechenland kommen.